Willensstärke bewiesen
Am ersten Spieltag der neuen Saison 2026/27 empfingen wir mit dem TSV Spandau einen der beiden Aufsteiger in die Dritte Liga Nord. Die Mannschaft aus Westberlin ist uns keineswegs unbekannt. Gerade erst vor wenigen Monaten standen wir uns im Landespokalfinale gegenüber. Das Spiel konnten wir knapp, aber siegreich 3:2 für uns entscheiden.
Damals noch mit Andrea an der Seitenlinie sowie einigen Spielern, die uns nach der Saison leider verlassen haben. Nun steht mit Vlatko unser neuer Trainer am Feldrand und dirigiert uns alte Recken und natürlich auch unsere neuen jungen Talente.
Aufgrund dieser personellen Änderungen und der Tatsache, dass Kapitän Peter und Diagonalangreifer Omar nicht am Spiel teilnehmen konnten, lautete die Marschroute im 1.Spiel als Team zusammenzustehen und gemeinsam zu kämpfen.
Gleich im ersten Satz legten wir los, wie die Feuerwehr! Nach einem kurzen Abtasten drückten wir das Gaspedal mal voll durch und gingen über 08:05 gleich auf ein 20:10. Aufschläge und Angriffe durch Diego und Co. waren für die Spandauer Verteidigung zu viel. Der Gegner fand fortan zwar besser ins Spiel, doch am Ende hieß es 25:18.
Nach dem Seitenwechsel war es nun an Spandau uns in die Schranken zu weisen. Sie hatten ihre Angriffe und Abwehr an unser Spiel angepasst und das führte zum Erfolg. Zu oft wurden unsere Angriffe vom Block direkt aufgehalten oder für die gegnerische Abwehr abgeschwächt, sodass uns die Bälle nur so um die Ohren flogen. Diverse Wechsel brachten bedauerlicherweise auch nicht die Wende. Durch unser eindimensionales Spiel brachten wir Spandau zurück ins Match und gingen mit 13:25 baden.
Bis zur Hälfte des 3.Satzes sah es jedoch so aus, als hätten wir uns wieder in die tonangebende Position zurück gearbeitet (16:12). Doch unsere Gäste waren nicht gewillt uns den Satz zu schenken. Stattdessen erhöhten sie den Druck. Insbesondere der spätere Spandauer MVP Matthias George konnte in dieser Phase zu viele Punkte generieren. Unsere Abwehrkontakte waren teilweise nicht vorhanden oder zu überhastet. Wir konnten unsere Stärken zu selten ausspielen und hatten den Vorsprung bis zum 20:20 verspielt. Im Anschluss konnten wir 2 Sideouts nicht zum Punkt verwandeln und verloren in der Crunchtime mit 23:25.
Das war ein Nackenschlag, den man erst einmal verkraften muss. Folgerichtig blieb Spandau am Drücker und bei 08:11 und 11:16 nahmen wir unsere beiden Auszeiten. Alles stand auf Niederlage. Vlatko wechselte nun, was das Zeug hielt und tatsächlich fanden wir gerade noch rechtzeitig den Hebel zum Umlegen. Wir besannen uns wieder auf unsere Blocktaktik und Robert packte ein ums andere Mal zu. Wir fingen an im Angriff cleverer zu sein und legten auch endlich mal einen Ball erfolgreich. Gut platzierte Aufschläge wurden zu direkten Punkten. Gleichzeitig machte sich beim Gegner Erschöpfung breit – immerhin mussten die einzigen Außenangreifer durchspielen. Bei 21:21 hatten wir den Ausgleich, wir wehrten 2 Matchbälle ab und stahlen dieses Mal den Spandauern den Satz unter der Nase weg (28:26).
Hello Darkness, my old friend. Preußen und der Tiebreak ist immer so eine Sache. Wir starten mit 03:00 und nehmen die Auszeit bei 04:05, um dann bei 08:07 die Seiten zu wechseln. Classic. Weiter hieß es im Ticker „3 Punkte in Serie für …“, denn über 12:10 zu 12:13 kamen wir schließlich zum 15:13 Sieg. Puhh!
Gleich zu Beginn dieser Saison erlebten wir ein Duell, aus dem wir nicht nur spielerische Aspekte mitnehmen können. Dabei haben wir unsere Marschroute umgesetzt und spielten gemeinsam als Mannschaft. Durch viele Einwechslungen (auch unsere neuen Spieler), gegenseitige Unterstützung und einer willensstarken Leistung im Satz 4 haben wir das Spiel und 2 Punkte gewonnen.
Wir gratulieren unseren Zuspieler Arne zum verdienten MVP Titel und freuen uns schon auf das nächste spannende Duell am 26.09.2026 um 18 Uhr in der Anton-Saefkow Halle. Immerhin kommt mit dem VC Greifswald nicht nur eine komplett unbekannte Mannschaft zu uns, sondern auch der amtierende Tabellenführer. 😉
Spieler: #2 Johannes Danz, #3 Ole Siutz, #4 Robert Dieckmann, #6 Mathias Albrecht, #7 Robert Onischke, #9 Felix Heller, #11 Diego Nicoli, #16 Yanik Martin, #17 Arne Hofmann, #18 Jannes Dehmlow, #20 Benjamin Binanzer, #29 Duc Anh Le, #36 Noam Schellenberg-Weigel, #44 Philip Benthien
Trainer: Vlatko Trajcevski
Spielbericht: Otto
Fotos: @pic.tonia
