5. Spieltag gegen VG Halstenbek-Pinneberg

Nichts im Bauch nach HaPi HaPi

Am 24.10.2026 traten wir die weite Reise in den Hamburger Speckgürtel an, um am fünften Spieltag bei der VG Halstenbek-Pinneberg aufzulaufen. Die Vorzeichen standen allerdings alles andere als optimal: Unser Zuspieler Arne hatte unter der Woche ein etwas zu intensives Rendez-vous mit dem Ellenbogen unseres Mittelblockers Robert O. genossen, und da auch noch Matze fehlten, war vor allem die Mitte extrem ausgedünnt. Da zudem unsere drei Jungtalente Jannes, Benthe (beide zeitgleich beim Jugendpokal im Einsatz) sowie Omar verhindert waren, reisten wir mit schmalem Kader an.

Trotz der Personalsorgen starteten wir mutig und erwischten einen guten Start. Über weite Strecken des ersten Satzes lagen wir in Führung und zeigten eine richtig gute Leistung. Gegen Ende machten wir uns das Leben jedoch selbst schwer: Zu viele Fehlaufschläge brachten den Gegner zurück ins Spiel. Halstenbek-Pinneberg blieb in der Crunchtime cooler, nutzte unsere Geschenke eiskalt aus und schnappte uns den Satz am Ende noch völlig unnötig mit 25:27 weg. Satz eins weg, Mund abwischen.

Im zweiten Durchgang witterten die Gastgeber Morgenluft und bauten in der ersten Hälfte mit zwei brutalen Aufschlagserien ordentlich Druck auf. Wir liefen schnell einem Rückstand hinterher, bewiesen beim Stand von 13:17 aber echtes Kämpferherz. Mit einem bärenstarken Schlussspurt bissen wir uns wieder heran und konnten dem Gegner endlich wieder Paroli bieten. Doch wie verhext fehlte uns am Ende erneut das letzte Quäntchen Glück – HaPi brachte den Durchgang hauchdünn mit 23:25 nach Hause.

0:2 in Sätzen hinten, jetzt musste ein warer Kraftakt oder zumindest totale Verwirrung her. Wir entschieden uns zunächst für letzteres. Im dritten Satz packten wir deshalb die taktische Brechstange aus und schickten eine völlig unkonventionelle Aufstellung aufs Feld. Der Plan ging zumindest halbwegs auf: Verwirrung herrschte definitiv – allerdings phasenweise auf beiden Seiten des Netzes. Trotz des wilden Hin und Hers und vollem Einsatz misslang das taktische Experiment am Ende leider. Die Jungs aus dem Norden blieb am Ende unbeeindruckt von unserem Einfallsreichtum und wir mussten uns auch in diesem hart umkämpften Satz knapp geschlagen geben (22:25).

Am Ende steht trotz einer wirklich guten Leistung eine bittere 0:3-Niederlage auf der Anzeigetafel, bei der wir uns mit gerade einmal -7 Punkten in der Gesamtabrechnung leider ohne Zählbares für das Liga-Ranking aus dem hohen Norden verabschieden mussten. Wir beglückwünschen die VG Halstenbek-Pinneberg für den Sieg und bedanken uns für ein packendes Spiel. Außerdem gratulieren wir dem MVPs in gold und silber, Morten Ehmke und Robert Dieckmann, sowie Heinrich aus der zweiten Mannschaft des SV Preußen Berlin für sein Debüt in der Dritten Liga.

Jetzt heißt es für uns, die Wunden zu lecken, die Ellenbogen-Ausrutscher im Training zu minimieren und die personellen Lücken wieder zu schließen. Das nächste Heimspiel bestreiten wir am kommenden Samstag, dem 31. Oktober, um 15:00 Uhr gegen die aktuellen Tabellenreiter vom SV Warnemünde 2 in der heimischen Anton-Saefkow-Halle. Kommt vorbei und peitscht uns zum Heimsieg – gerne auch im schönsten Halloween-Kostüm!

PS: Ganz ohne „Zählbares“ haben wir uns dann doch nicht aus dem Norden verabschiedet. Wie einmal in jedem Jahr stand nach dem Spiel nämlich noch die traditionelle Preußenvolleys-Party-Nacht in Hamburg an. Und die haben wir wieder ganz klar mit 1… 2… 3 zu 0 gewonnen – weil wir… Sollte noch jemand die Stimme des Verfassers dieses Spieltagsberichts in Hamburg finden, bitte zum Rückspiel wieder mitbringen.

 

Spieler: #2 Johannes Danz, #3 Ole Siutz, #4 Robert Dieckmann, #7 Robert Onischke, #9 Felix Heller, #10 Peter Große, #11 Diego Nicoli, #14 Noam Schellenberg-Weigel, #16 Yanik Martin, #29 Duc Anh Le, #79 Heinrich Tabler

Trainer: Vlatko Trajchevski

Spielbericht: Robert D.

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