18. Spieltag gegen VC Olympia Berlin 2

Mit Erfahrung und Ruhe zum Sieg

Bei bestem Wetter genossen wir am Sonntag eine äußerst kurze Anfahrt zum Auswärtsspiel beim VCO 2 im Sportforum Berlin. Wir sind zwar mit nunmehr 5 Niederlagen am Stück angereist und mussten wiederholt auf einige Spieler verzichten, doch gegen den Tabellenletzten sollte es endlich wieder auf dem Punktekonto klingeln!

Nach unserer Erwärmung schmiedeten Andrea und Peter einen Plan, der so genial, wie simpel war: Gegen die jungen und dynamischen Talente des VCO schicken wir geballte Erfahrung und Gelassenheit ins Rennen. Denn wer könnte sich weniger aus der Ruhe bringen lassen als abgezockte alte Männer mit Spielberechtigung für die Senioren Ü35? Schließlich hatte (nahezu) Jeder von uns mehr Volleyballerfahrung auf dem Buckel, als unsere Gegner alt sind. Einzig der 23-jährige Yanik zog den Altersdurchschnitt unserer Startaufstellung auf 34 Jahre runter. Wir waren somit trotzdem doppelt so alt, wie der Schnitt beim VCO Berlin 2 (ca. 17 Jahre).

Der Plan ging voll auf: Wir starteten in Satz 1 konzentriert und unaufgeregt. Der Trainer des VCO 2 nahm bei 12:06 seine erste Auszeit. Diese zeigte eine Wirkung und der VCO kam bis auf 12:10 heran. Doch fortan agierten wir wieder selbstsicher und ließen kein weiteres Break mehr zu. Mit gewohnter Entspannung, als male er eine Berglandschaft im Stile von Bob Ross, servierte Mathias Albrecht mal eben 7 Aufschläge und ebnete den 25:14 Satzgewinn.

In der Folge wurde unser Team auf dem Feld Stück für Stück verjüngt. Zunächst startete Ole für Otto – man könnte auch sagen, Andrea tauschte ‚innere Ruhe‘ gegen ‚Besonnenheit‘ und das Spiel blieb dasselbe: Wir stellten den VCO mit hohem Aufschlags- und Angriffsdruck vor unlösbare Aufgaben und gingen früh mit 13:05 in Führung. Auch die Einwechslungen von Arne und Adrian für unsere dienstältesten Preußen Peter und Robert taten dem Verlauf keinen Abbruch. Dafür sorgte nämlich der spätere MVP Georg Klein, der dem Gegner eine sanftmütige, aber durchschlagskräftige Abreibung verpasste, wie man sie aus einer Kneipenschlägerei mit Bud Spencer kennt (25:16).

Im letzten Spielabschnitt entschieden sich beide Teams mit einer veränderten Aufstellung zu beginnen. Das hatte zur Folge, dass wir kalt erwischt wurden und 0:2 ins Hintertreffen gerieten. Keine Panik, denn Andrea nahm eine Auszeit und erinnerte uns daran, es doch mal mit mehr Gemütlichkeit zu versuchen. Wir fanden zu alter Stärke und stabilisierten unsere Aktionen, eilten jedoch bis zur Crunchtime dem Rückstand hinterher. Die Kombination aus einem spektakulären Angriff in den 3 Meterraum durch unseren Zuspieler Arne und den gleichmütigen, aber gefährlichen Aufschlägen von Georg wendeten kurz vor Schluss das Blatt und wir siegten letztlich mit 25:21.

Nach langer Durststrecke tat uns dieser Sieg gut und katapultierte uns in der Tabelle einige Plätze nach oben. Doch am kommenden Wochenende wartet ein dickes Brett und Gegner eines anderen Kalibers auf uns: Wir fahren Samstag erst nach Pinneberg und dürfen am Folgetag sogar noch weiter Richtung Norden zur VSG Lübeck. Es bleibt also spannend, ob wir auch gegen diese Teams mit Erfahrung und Ruhe auftrumpfen können.

Spieler: #2 Johannes Danz, #3 Ole Siutz, #4 Robert Dieckmann, #5 Adrian Berger, #7 Robert Onischke, #9 Felix Heller, #10 Peter Große, #12 ★ Georg Klein, #16 Yanik Martin, #17 Arne Hofmann, #18 Mathias Albrecht, #29 Duc Anh Le

Trainerin: Andrea Bürger

Spielbericht: Otto (Johannes)

Fotos: Gerri Rebsch

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