3. Spieltag: Preußen Volleys vs. USC Magdeburg

Doppelt oder nichts… Tag 2

Wenn‘s am schönsten ist, soll man aufhören… Diesen Satz kennt der Preuße nicht. Erst recht nicht, in einer Stadt wie Las VoBas, in der der Ball immer fliegt. Auch wenn er am Vortag schon die einarmigen Banditen geplündert hatte, wollte er auch am Tag darauf auch am Pokertisch die Kasse klingeln lassen.

Allerdings hatte er dabei die Rechnung ohne einen alten Widersacher gemacht. Marc de Burg war in der Stadt und wollte ebenfalls den großen Pott einheimsen. Die beiden Jungs haben eine lange Vergangenheit. Als der Preuße die Bühne betrat, war Marc noch ein hohes Tier, das nach und nach jüngeren Herausforderern Platz machen musste. Nach einer kurzen Typenveränderung ist er aber nun back in the game (um es in den Worten von PNSA-Coach Romy Richter zu sagen).

 

Und genau in dieser Situation lag die Würze des Aufeinandertreffens. Durch die gemeinsame Vergangenheit kannten die beiden Rivalen Schwächen und Stärken des Gegenübers. Gleichzeitig haben beide über die Zeit dazugelernt und sich neue Strategien angeeignet.

Gleich zu Beginn ging der Preuße voll in die Offensive und setzte seinen Gegner mit hohen Einsätzen mächtig unter Druck. Dieser blieb jedoch überraschend cool, glich gelassen jede Erhöhung aus und offenbarte nach dem River überzeugend das beste Blatt der Runde.

Das wollte der Preuße nicht auf sich sitzen lassen. Er wechselte gezwungenermaßen seine Strategie, um der Mischung aus aggressiven Offensiven und erfahrenem Spielwitz begegnen zu können. Im weiteren Verlauf konzentrierte sich die Pickelhaube auf ihre Basics, spielte viele kleine Hände und konnte sich so Stück für Stück einen Vorsprung gegenüber seinem Widersacher zu erarbeiten. Dadurch war es ihm möglich, die nächsten zwei großen Hände gegen Marc zu gewinnen.

Durch die vorherigen Verluste arg in Bedrängnis gebracht, wurde Marc de Burg nun nochmal doppelt gefährlich. Jeden Zug scharf berechnend taktierte er den Preußen mit allen strategischen Raffinessen und brachte diesen mehrfach aus dem Konzept. Doch mit der Sicherheit der vergangen Runden im Rücken besann sich dieser seiner Stärken und zwang Herrn De Burg letztendlich zum All In. Doch damit sollte die Partie noch lange nicht entschieden sein. Selbst nach Flop und Turn blieben die Gewinnchancen weiterhin ausgeglichen. Erst der River konnte einen hauchdünnen Vorsprung des Preußen offenbaren, sodass dieser letzten Endes den großen Pott des Tages mit nach Hause nehmen konnte.

So anstrengend ein Wochenende in der Stadt des Volleyballs auch war, bepackt mit 6 wertvollen Punkten und einem Grinsen von Ohr zu Ohr kehrte der Preuße zufrieden nach Hause zurück. Leider mussten die Casinos in den darauffolgenden Tagen wegen einer Pandemiebedrohung für die nächste Zeit schließen, sodass eine Rückkehr in die Stadt des ewig fliegenden Balls vorerst nicht möglich sein wird. Sobald die Tore jedoch wieder öffnen, ist der Preuße bereit, um seine Einsätze weiter zu verdoppeln.

SVP vs. USC 3:1 / 97:90 (20:25 25:19 25:21 27:25)